George, Marion u. Rudolph, Andrea (Hg.): Napoleons langer Schatten über Europa


George, Marion u. Rudolph, Andrea (Hg.): Napoleons langer Schatten über Europa

Artikel-Nr.: 978-3-89754-289-1
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Kulturwissenschaftliche Beiträge Quellen und Forschungen, Bd. 5, Hardcover, 448 Seiten

„Am Fuße der Säule, in die die Weltgeschichte ihre Annalen gräbt, stehtder Weltbürger und liest die Worte: Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts erhob sich das Frankenvolk in die Region einer höhern Bestimmung, es tat Großes, leistete, was es vermochte, aber gewaltsam herabgerissen von Zeit und seiner innern Natur, erreichte es nicht das Ziel, dem es entgegenstrebte. Generationen der Folgezeit, studiert seine Fehler und seine Irrtümer, und vollendet, was es zuerst zu denken wagte! Frankreich, um seine Existenz vor den Gefahren zu sichern, die sie von allen Seiten bedrohten, hat getan, was in solchen Fällen der Sohn der Natur tut; es hat den kraftvollsten aus seinem Schoße ausgelesen, und sein Schicksal in seine Hände gelegt. Durch diesen Schritt hat es sich von dem Abgrunde gerettet, der es zu verschlingen drohte; aber dadurch ist es zugleich in die Reihe der übrigen Staaten getreten, und seine Revolution hat das allgemeine weltbürgerliche Interesse verloren, das sie vorhin zur Sache aller Völker machte.“
Joseph Görres: Resultate meiner Sendung nach Paris. 1799/1800.
Auf diese Weise schilderte ein deutscher Augenzeuge die Verwandlung des Revolutionsgenerals Bonaparte in den künftigen Kaiser und Herrscher über Europa: Napoleon I. Doch der später zum Konservatismus konvertierte Joseph Görres erfasste mehr als nur den besonderen historischen Augenblick. Er analysierte Ursachen und Verlauf der Französischen Revolution und erkannte, dass es sich bei dem Machtantritt Napoleons nicht um ein singuläres Phänomen in der französischen Nationalgeschichte handelte, sondern um eine epochale Wende nach Gesetzen, von derem Verstehen die politische Handlungsfähigkeit des Menschen abhängt. Denn: „Menschenkraft ist nur der kleine Wirbel im großen Strudel und durch denselben bedingt; sie muss gehorchen der großen Schwungkraft, die alles im Kreise um sich herumreißt, während der Bewegte das Bewegende um sich herum rotieren zu sehen glaubt.“ (Vorwort aus: Napoleons langer Schatten über Europa)

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Andrea Rudolph, Marion George (Hg.), Selbstfindung ... Andrea Rudolph, Marion George (Hg.), Selbstfindung ...
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