Neuerscheinungen

Hier finden Sie alle Neuerscheinungen im Überblick.


Engelbert Altenburger: Auf zu Buddha

Artikel-Nr.: 978-3-89754-654-7

... mit einem ersten Schritt offenen Herzens - Von Indien nach Ost-Asien

ISBN: 978-3-89754-654-7

424 S., vollfarbig, Hardcover, Format: 17,5 x 24,6 x 2,8 cm

1654-Altenburger-Leseprobe.pdf

 

98,00 *

Wilhelm Baumgartner und Klaus Hedwig: Brentano-Studien 15,2 - Der frühe Brentano

Artikel-Nr.: 978-3-89754-588-5

Die philosophischen Vorlesungsmitschriften

ISBN: 978-3-89754-588-5

Broschur, 396 S.; Format: 15,5 x 23 cm.

1588-Leseprobe-BS-15-2.pdf

69,00 *

Hans-Jürgen Beck: Annäherung an Jeschua

Artikel-Nr.: 978-3-89754-650-9

Werk in zwei Bänden (werden nur gemeinsam verkauft)

ISBN: 978-3-89754-650-9

Band 1: 512 S., HC, FH, 17,5 x 24,8 x 3,4 cm

Band 2: 336 S., 42 farbige Abb., HC, FH, 17,5 x 24,8 x 2,4 cm.

1650-Inhalt-Band-1-und-2.pdf

 

 

 

159,00 *

Fügmann, Dagmar: Allvater waltet. Ásatrú in Island und Deutschland

Artikel-Nr.: 978-3-89754-648-6

Das Thema gleichberechtigte Teilhabe an und in der Gesellschaft prägt den zeitgenössischen Diskurs im
Heidentum in Island, ebenso wie in Deutschland.

Den „Diskurs Heidentum“ versucht die vorliegende Habilitationsschrift in Anlehnung an die Diskurstheorie von
Ernesto Laclau mittels Darstellungen von Diskursformationen der Makro-, Meso- und Mikroebene näher
zu beschreiben.

1648-Leseprobe-Fugmann-Allvater-waltet.pdf

139,00 *

Olaf Schleser: Gebrannt fürs Feuer. Ofenkacheln - Die Sammlung Olaf Schleser

Artikel-Nr.: 978-3-89754-659-2

ISBN 978-3-89754-659-2
256 S., 267 farbige Abbildungen
Format: 21,5 x 30,3 x 2 cm
Festeinband, Fadenheftung


Mit diesem opulenten Bildband stellt der Sammler und Autor Olaf Schleser seine einzigartige Sammlung an
Ofenkeramik erstmals der Öffentlichkeit vor.
Ziel ist es, die Entwicklung dieser Nische in der kunsthandwerklichen Keramik von ihren Anfängen im 12. Jahrhundert
bis ins 18. Jahrhundert nachzuvollziehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den reliefierten Blattkacheln,
mit denen diese Sammlung als die bedeutendste ihrer Art außerhalb des Museumsbesitzes
gilt. Dabei werden eine große Anzahl bisher unbekannter Exemplare vorgestellt.
Möge dieses Buch eine wertvolle Hilfe für Sammler, Händler, Museen und Archäologen sein.
 

1659-Schleser-Leseprobe

98,00 *

Reinhard Hüßner: Jiddisch auf dem Lande. Ein handgeschriebenes Wörterbüchlein

Artikel-Nr.: 978-3-89754-689-9

ISBN 978-3-89754-689-9

72 S., Format: 14,6 x 22,7 x 1 cm; Fht; zahlr. farb. Abb.

 

Dies Übersetzungsbüchlein – ein Vokabelheft – wurde um 1850
vom Wiesenbronner Bauern Johann Kaspar Hühsam verfasst.
Es diente dem Verfasser – wie womöglich auch anderen Bauern
der Region – als Wörterbuch für hebräische Bezeichnungen. Es
handelt sich bei den 11 Seiten allerdings keineswegs um ein rein
hebräisch-deutsches Wörterbuch, denn zahlreiche Bezeichnungen
leiten sich vom (West-)Jiddischen ab oder sind Entlehnungen aus
sogenannten Sondersprachen, wie etwa dem Viehhändlerjargon
der Region oder dem Rotwelschen.

26,90 *

Hans-Ludwig Oertel (Hg.): Johannes Böhm - Deutschland und seine Stämme

Artikel-Nr.: 978-3-89754-671-4

Lateinisch – Deutsch

Mit Beiträgen von Wolfgang Weiß sowie Eva und Otto Schönberger

 

ISBN: 978-3-89754-671-4

160 S., Format: 17 x 24 cm;  Hardcover, Fadenheftung; mit farb. Abb.

 

Der wohl in der Mitte der 1480er Jahre in Aub an der Gollach geborene Johannes Böhm beschreibt in drei Büchern omnium gentium ritus - die Sitten aller Völker.

Im vorliegenden Buch ist der zentrale Abschnitt aus dem 3. Buch - De Germania et institutis eorum plurimis: Über Deutschland und seine wichtigsten Einrichtungen - mit einer neuen Übersetzung nach der lateinischen Vorlage von Erich Ludwig Schmidt (1881 – 1964) aus dem Jahr 1910 ausgewählt.
Schmidt orientiert sich hierbei am Erstdruck von 1520.

1671-Leseprobe-Bohemus.pdf

49,00 *

Ferdinand Leuxner: Mensch-Tier-Beziehungen um 1500. Das Beispiel des sogenannten Volkacher Salbuchs

Artikel-Nr.: 978-3-89754-686-8

ISBN: 978-3-89754-686-8

151 S.; Format: 17,5 x 24,7 x 1,7 cm; Hardcover, Fadenheftung, mit farb. Abb.

 

Das Volkacher Salbuch entstand vor über 500 Jahren und gewährt in Wort und Bild einen seltenen
Einblick in das alltägliche Leben in einer fränkischen Stadt. Dabei zeichnete der Stadtschreiber Niclas Brobst nicht nur das Zusammenleben der Menschen
auf. Auch die Reitpferde, Mastschweine und Hirtenhunde der Stadtbewohner spielen im
Buch eine große Rolle.

Erstmals nimmt der in Volkach aufgewachsenen Historiker Ferdinand Leuxner die Tiere im Salbuch in den Blick und macht deutlich, dass die Stadt ohne die "anderen Lebewesen" eine andere gewesen wäre.

 

1686-Leseprobe-Leuxner-Tiere

 

49,00 *

Neu Horst Beinlich: Ptah 7. Zum Bild des Menschen in den Ritualszenen ...

Artikel-Nr.: 978-3-89754-692-9

...der griechisch-römischen Tempel Ägyptens

In der Reihe: Ptah. Beiträge zur Ikonographie und Dekoration Ägyptens. Band 7

 

207 Seiten, 21,5 x 30,5 x 2,3 cm, Hardcover, FH, zahlr. Abb.

 

Verändert sich das Wesen des Königs, wenn er von den Göttern bei der Begrüßung das Lebenszeichen „Anch“ bekommt oder wenn sie ihn umarmen? Ist so etwas die Voraussetzung dafür, daß er den ägyptischen Göttern im Tempel auf gleicher Ebene begegnen kann?
Was tut die Königin in den Ritualen der ägyptischen Tempel? Ist sie beteiligt oder wird sie nur als Schmuck ihres Gatten angesehen. Wo steht sie nach Aussage der Ritualszenen?
Ist es für die Ägypter der Spätzeit wichtig, daß sich die Benutzung der rechten Hand im täglichen Leben auch in den Darstellungen in ihren Tempeln niederschlägt?

Leseprobe Ptah 7

129,00 *

Inge Lippert: Zum frühneuzeitlichen Hafnerhandwerk in der nordbayerischen Region Haßberge

Artikel-Nr.: 978-3-89754-694-3

Ein Überblick anhand von Schriftquellen

 

ISBN: 978-3-89754-694-3

86 S., 19 Abb., FH, Format: 17,5 x 24,7 x 0,7 cm

 

In den Haßbergen, einem nordbayerischen Mittelgebirgszug, entwickelte sich rund um Lagerstätten hochwertiger keramischer Tone ein Ballungsgebiet des Hafnerhandwerks.
Dieses Buch informiert über regionale Hafner und ihre Handwerksorganisation sowie über die Rahmenbedingungen der Keramikherstellung und des Warenhandels im Zeitraum vom 15. bis zum 19. Jahrhundert.

 

1694-Leseprobe-Lippert-Hafner

34,90 *

Neu Sylvie Cauville: La Légimité d’Hathor de Dendara (Ptah 8)

Artikel-Nr.: 978-3-89754-696-7

ISBN: 978-3-89754-696-7

Ptah. Beiträge zur Ikonographie und Dekoration Ägyptens. Band 8

175 S., 17,5 x 24,5 x 1,5 cm; HC, Fadenh., zahlr. Abb.

Dans les temples de l’époque gréco-romaine, on compte des tableaux d’offrande
de Maât en un nombre jusque-là sans exemple : plus de cent cinquante à Dendara,
moitié moins à Edfou. Cette profusion proclame la légitimité d’Hathor : celle-ci
reçoit des présents, de son père Rê, plus qu’aucune autre divinité : son trône,
sa fonction, sa royauté et ses titres de propriété.

 

1696-Leseprobe-Ptah-8.pdf

109,00 *

Neu Ulrich Karl Pfannschmidt: Berger, Stein und Taeuberhahn. Begegnung in Franken

Artikel-Nr.: 978-3-89754-657-8

Werke für den öffentlichen Raum.

ISBN: 978-3-89754-657-8

110 S., 21 cm x 21 cm; Hardcover, FH, zahlr. farb. Abb. 

 

Das Buch erinnert an drei Künstler, deren Leben oder Wirken mit Unterfranken eng verbunden ist. Sie haben
über die Grenze der Region hinaus Anerkennung und Respekt gefunden. Sie haben sich gekannt, sich geschätzt,
Berger und Stein waren sogar befreundet, und haben gemeinsam ausgestellt.
 
 
 
 

34,90 *

Neu Margrit und Dieter Schafranek: Wenn sich die Seele Räume baut

Artikel-Nr.: 978-3-89754-852-7

Vom Leben im Mosaikhaus in Dorfmark

92 S., HC, FH, Format: 21 x 21 cm, zahlr. farb. Abb.

… Wir staunten über die überirdische Schönheit altislamischer Paläste und Wohnhäuser, wurden fasziniert von fantastischen nubischen Lehmbauten mit ihren Kuppeln und sanften Formen.
Eine Welt, die unsere eingeprägten Vorstellungen vom Wohnen in Frage stellte.
Diese Erfahrungen und Eindrücke zeigten uns, dass es eine mannigfaltige Weise von Wohnen und Leben gibt und wir uns fragen mussten, wie wir denn leben wollen. War dies nicht bereits eine Erfahrung, vergleichbar mit der späteren Mosaikarbeit?
Zerbrach unsere klare und eindeutige Welt hier nicht wie unsere quadratischen, genormten Fliesen in tausend Scherben, aus denen wir nun etwas Neues aufbauen sollten ... ?

Leseprobe-1852-Schafranek-Seele.pdf

 

29,90 *

Neu Werner May: Mein Engel weiß Bescheid – fast immer –

Artikel-Nr.: 978-3-89754-854-1

ISBN: 978-3-89754-854-1

124 S., 14 cm x 22 cm; HC, FH.

Über die Einmaligkeit des Lebens und die Nähe Gottes.

Stell Dir mal vor, Du hättest einen Engel, der Dir dienen müsste. Was würdest Du alles mit ihm anstellen?
Was würdest Du ihn alles fragen? Werner May liebt es, ernste Fragen und Antwortversuche am liebsten
mit Humor auszudrücken.
Dabei bitte nicht vergessen: „Ich versichere dir, ich habe diesen Engel nur erfunden.
Aber du wirst es mir nicht glauben.

Leseprobe-May-Engel.pdf

 

19,90 *

Neu Wilfried Klaus: Gemälde. Aus den Jahren 1957 – 2022

Artikel-Nr.: 978-3-89754-636-3

ISBN: 978-3-89754-636-3

150 S.; 22,5 x 30,4 x 1,5 cm; Hardcover, FH, zahlr. farb. Abb.

 

Wilfried Klaus ist nicht nur ein beliebter Schauspieler, sondern auch ein hervorragender Maler. Dieses Talent, vom Großvater und seiner Mutter – einer akademischen Künstlerin – in die Wiege gelegt, hat Wilfried Klaus zeitlebens gepflegt und verfeinert.
Der Bildband mit Zeichnungen und Gemälden trägt ausgewählte Werke aus den Jahren 1957-2022 zusammen und gibt Einblicke in die Bildwelt des bekannten Schauspielers.
Zeichnen und Malen bildeten immer eine Ergänzung zu seiner beruflichen Tätigkeit.
Hier verschmelzen die Welt des Schauspielers mit dem Studium der Menschen und
dem Verständnis für Situationen und befruchten sich wechselseitig.

Mit einem Geleitwort von Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen.

1636-Leseprobe-Klaus-Gemalde.pdf

39,90 *

Neu Francis Breyer: Pharaos Goldbecher. Die Rätsel um ein Geschenk Ramses’ II.

Artikel-Nr.: 9-783-89754-668-4

ISBN: 9-783-89754-668-4

140 S.; Format: 17,5 x 24,5 cm; HC; Fh.; zahlr. farb. Abb.

Sensationelle Funde machen Ägyptologen nicht alle Tage. Vor einigen Jahren jedoch wurden zwei über dreitausend Jahre alte Goldbleche bekannt, die offenbar Teil eines Bechers waren und der Forschung zahlreiche Rätsel aufgaben: Warum sind dort Name und Titel des ägyptischen Pharaos Ramses’ II. (1303-1213 v. Chr.) nicht nur in ägyptischen Hieroglyphen eingeprägt, sondern auch in Keilschrift? Woher genau stammt der Becher und wie ist er kulturgeschichtlich einzuordnen? Wurde der Becher von ägyptischen oder vorderasiatischen Handwerkern gefertigt? War er ein Geschenk an den Pharao oder ließ dieser ihn für andere herstellen? Wer bekam derartig wertvolle
Objekte geschenkt und warum? Vor allem aber müssen wir uns angesichts der ungelenk geschriebenen Keilschriftzeichen ernsthaft fragen: Sind die Stücke überhaupt echt oder handelt es sich um eine raffinierte Fälschung?

1668-r-Leseprobe-Breyer-Goldbecher.pdf

59,00 *

Neu Sylvie Cauville: Pharaon. Fils et serviteur des dieux (Ptah 9)

Artikel-Nr.: 978-3-89754-701-8

Ptah. Beiträge zu Ikonographie und Dekoration Ägyptens Bd. 9

ISBN: 978-3-89754-701-8

207 Seiten, 17,5 x 24,6 x 1,8 cm; HC., Fht., zahlr. farb. Abb.

Dans son rôle de liturgiste, le pharaon se place sous le patronage de divinités dynastiques ou d’entités mineures. Le catalogue avec ses différentes rubriques met en lumière un fait primordial: les dieux de la paternité desquels le roi se réclame sans cesse sont les divinités en
quelque sorte dynastiques de Memphis-Héliopolis : Ptah, Chou, Geb, Rê-Atoum-Khepri, Osiris. Thot, intégré à ce noyau, est le législateur suprême maître de Maât, celui qui veille à ce que les nourritures soient équitablement réparties, celui aussi qui garantit le déroulement
correct des rituels cosmiques. Les textes d’Edfou et de Dendara renferment environ 3400 mentions de filiation divine du souverain; la moitié se trouve dans les offrandes du rituel quotidien : purifications, nourritures et boissons, vêture et onction, fards et étoffes.

1701-Ptah-09-Leseprobe.pdf

98,00 *

Neu Max Dauthendey: Liebesgedichte und Naturlyrik. Ausgewählt von Georg Hippeli

Artikel-Nr.: 978-3-89754-697-4

ISBN: 978-3-89754-697-4

176 S., 15,3 x 21,6 x 2 cm, 28 Abbildungen, Hardcover, Fadenheftung.

 

Max Dauthendey (1867–1918)
Liebesgedichte und Naturlyrik
Der Dichter nutzt die Naturerscheinungen
und deren Schönheiten als Metaphern
für Gefühle wie Liebe und Sehnsucht.

1697-Leseprobe.pdf

26,90 *

Wilhelm Baumgartner und Klaus Hedwig: Brentano-Studien 15,3 - Der frühe Brentano

Artikel-Nr.: 978-3-89754-672-1

Vorlesungsmitschriften

ISBN: 978-3-89754-672-1

585 S., 15,5 x 23 cm, Broschur.

1672-BS-15-3-Leseprobe.pdf

109,00 *

Neu Antje Buchwald: Scherenschnitt und Schattenriss. Vom Dilletantismus zum Kunstprinzip

Artikel-Nr.: 978-3-89754-665-3

ISBN: 978-3-89754-665-3

Hardcover, Fadenheftung, zahlr. farb. Abbildungen. 2 Bände im Paket.

Band 1: 200 Seiten, 225 x 305 x 17 mm

Band 2: 188 Seiten, 225 x 305 x 16 mm

1665-Inhalt-Band-1-und-2-Buchwald.pdf

Niedlich, kitschig, verspielt. Mit Scherenschnitten und Schattenrissen besteigt man nicht den Thron der Kunst. Sie sind bestenfalls (weibliches) Kunsthandwerk und weit entfernt von der sogenannten Hochkunst. Sie gehören nicht zum Kanon der Künste. Wer Schnittbilder schneidet, ist keine Künstlerin oder Künstler, sondern Hobbyistin und Hobbyist. Diese gängigen Vorurteile prägen die Schnittkunst seit ihrem Aufkommen um 1600 in Deutschland. Bewunderte man die Fingerfertigkeit begabter Dilettantinnen und Dilettanten des 17. und 18. Jahrhunderts, tat man sie im Werk eines Künstlers wie Philipp Otto Runge (1777–1810) oder Henri Matisse (1869–1954) lange als geringschätzig und unerheblich ab.
Seit den 1990er-Jahren erlebt die Schnittkunst nun international ein Revival. Sie wird vom Betriebssystem Kunst als etwas völlig Neues gefeiert und wird gar zum ›Label Cutout‹. Dabei wird oft missachtet, dass die Schnittkunst über eine jahrhundertealte Geschichte und Genese verfügt, die sich mit dem Dispositiv des künstlerischen Dilettantismus umschreiben lässt. Es ist eine Geschichte über die kanonisierte, westeuropäische Kunstgeschichte, über Exklusion und Inklusion eines Systems, das seine Grenzen nach außen stets zu verteidigen wusste.
Gegenstand vorliegender Studie ist eine Kunst- und Kulturgeschichte des Scherenschnitts und Schattenrisses von 1600 bis heute in Europa und Nordamerika vor dem Hintergrund des künstlerischen Dilettantismus. Es soll gezeigt werden, dass die aus dem kunsthistorischen Kanon exkludierten Medien Scherenschnitt und Schattenriss eine bisher verborgene Erfolgsgeschichte der Frühen Neuzeit und Moderne sind, die selbstanregend auf moderne und zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen wirk(t)en.
Die zahlreichen künstlerischen Fallbeispiele vom frühen 17. Jahrhundert an offenbaren die enorme visuelle Heterogenität der Schnittkunst: Sie reicht vom intimen Andachtsbild, dem ornamentalen Buchschmuck, dem szenischen oder dekorativen Weiß- und Schwarzschnitt, über theatrale und kinematografische Schattenrisse bis hin zu den modernen und gegenwärtigen multimedialen Schnittwerken und Installationen in der internationalen Kunstszene.
Aus drei Perspektiven wird das Thema beleuchtet: Geschichte und Genese der Schnittkunst, ihre Kontextualisierung mit dem Phänomen Dilettantismus sowie eine mediumstheoretische Analyse anhand von Fallbeispielen. Ziel ist es zu zeigen, wie sich eine dilettantische Gestaltungspraxis über die Jahrhunderte zu einem Medium der sogenannten Hochkunst entwickelt hat. Ist der vom deutschen Kunstbetrieb heute verwendete Begriff ›Cutout‹ tatsächlich eine neue Kunstform? Oder war das System Kunst bisher blind für diese exkludierten Künste? Welche Potenziale schlummern im Dilettantismus? Und welcher Kunstbegriff steckt dahinter? Antje Buchwald ist Kunsthistorikerin und Autorin. Sie studierte an der Universität Leipzig Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften sowie Klassische Archäologie. Sie war langjährige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Scherenschnittvereins sowie Chefredakteurin der Verbandszeitschrift Schwarz auf Weiß. Von Rundfunk, Film und Kunstinstitutionen wird sie als Expertin für die Schnittkunst geschätzt. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Prof Fritz Griebel-Nachlassverwaltung wird demnächst ihre vierte Publikation im J. H. Röll Verlag vorliegen: »Träumen und Dichten mit der Schere«. Fritz Griebels Schattentheater in Leo Weismantels organischer Gestaltungspädagogik.


 

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